Gottes Sehnsucht ist der Mensch (Augustinus)

Gott antwortete dem Mose im brennenden Dornbusch auf die Frage:
Wer bist du?
Ich bin, der ich bin da.
Der Theologe Martin Buber übersetzte dieses Wort Gottes:
Ich bin, wo du bist!

Auch dem Propheten Elia zeigt sich Gott als der Ich bin, wo du bist.
Im Alten Testament wird berichtet:

Der lebensbedrohte Prophet ist auf der Flucht vor dem machtgierigen König seiner Zeit.
Er flieht in die Wüste und am Ende seiner Kräfte gibt er sich auf.
Er will nicht mehr leben.
Doch es kommt anders.
Gott sendet seinen Engel, der ihn mit Brot und Wasser versorgt und ihn auffordert, den Weg zum Gottesberg Horeb einzuschlagen.
Dort angelangt, kommt es zur Gottesbegegnung mit dem Propheten.

Der Prophet Elia begab sich in eine Höhle, um zu übernachten.
Hier erging das Wort des Herrn an ihn:
Komm heraus und stell dich vor den Herrn.
Da zog der Herr vorüber.
Ein starker heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus.
Doch der Herr war nicht in dem Sturm.
Nach dem Sturm kam ein Erdbeben.
Doch der Herr war nicht in dem Erdbeben.
Nach dem Beben kam ein Feuer.
Doch der Herr war nicht in dem Feuer.
Nach dem Feuer kam ein sanftes Säuseln.

Als Elia dieses bemerkte, trat er vor die Höhle Gott entgegen und er barg sein Gesicht in seinen Mantel.
Der Glaubenslehrer Romano Guardini deutet diese Stelle mit den Worten eines Engels:
Elia, du hast den Mantel Gottes berührt.

Dem Propheten wurde bewusst:
Gottes Nähe hat

  • nichts gewalterdrückendes
  • nichts Bedrohliches,
  • nichts, was Vernichtungsangst auszulösen vermag,

Auch heute in dieser Zeit gilt für uns Gottes Zusage:
Ich bin, wo du bist. Gib mir doch Deine Sorgen.

  • Ich bin da, wo die Menschenwürde mit Füßen getreten wird
  • Ich bin da, wo die Not am größten ist
  • Ich bin da, wo Menschen entsetzlich unter den vielfältigen krank machenden Auswirkungen des Corona-Virus in dieser Zeit leiden.

Sei getrost, ich greife da ein

  • wo es stürmt und lärmt in deinem Leben, wo du entwurzelt den Boden unter deinen Füßen verlierst,
  • da, wo dir das Dach auf den Kopf zu fallen droht und die Wände am Ort deiner bergenden und sicherheitsgebenden Lebensstätte einzubrechen drohen,
  • da, wo Feuerflammen, gleichsam alles, was dein Lebenshunger aufgerichtet und aufgebaut, niederreißen.

Ja, ich bin da,

  • wo mein Wort in tiefem Schweigen dich berührt,
  • wo in der Stille meines Hauses dir die Sprache der Liebe erblüht,
  • wo mein erfrischend, belebender Hauch,
  • Geist-voll Trost und neue Lebensfreude in dir bewirkt.

Gottesdienste im Canisiushaus

Eucharistiefeier
Sonn- und Feiertag: 9.00 Uhr
Montag, Mittwoch und Freitag: 7.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 18.00 Uhr

Stundengebet
Täglich:
7.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr
Ggf. entfällt es zu Gunsten des Gottesdienstes.

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