Die neuere Geschichte der Canisianer

Im Jahre 1854 gründet Bischof Johann Bernhard Brinkmann in Kevelaer die "Kongregation der Brüder der christlichen Liebe", die sich heute "Brüdergemeinschaft der Canisianer" nennt.

Zunächst übernahmen die Brüder Dienste im Haus der "Weltpriester-Congregation zu Cevelaer unter dem Titel der schmerzhaften Gottesmutter". Doch schon 1857 wurden die Brüder selbstständig und bekamen ein eigenes Profil durch ihre neue Aufgabe in "Haus Hall" bei Gescher. Die Einrichtung war ein neu gegründetes Erziehungsheim für verwahrloste Jungen, deren Betreuung die "Brüder der christlichen Liebe" übernahmen. Mit der fortschreitenden Industrialisierung stieg die Zahl der verwahrlosten Kinder und weitere "Erziehungsanstalten für Knaben" wurden gegründet: 1899 das Martini-Stift bei Appelhülsen und 1902 das St. Josefshaus bei Wettringen. Auch diese Anstalten wurden den Brüdern zur Betreuung zugewiesen.

Herz-Jesu-Kloster

Aufgrund der Erweiterung der Kongregation nach dem Ersten Weltkrieg war die Errichtung eines neuen Novizenhauses erforderlich. Und so wurde 1928 in Ellewick bei Vreden das Herz-Jesu-Kloster erbaut und ein Jahr später vom Bischof eingeweiht. Bisher hatten sich die Novizen in "Haus Hall" auf ihren Ordensberuf vorbereitet. Nun erhielten sie ihre Ausbildung im Herz-Jesu-Kloster, wo auch die alljährlichen Exerzitien für die gesamte Kongregation stattfanden.

Bischof Dr. Michael Keller genehmigte 1951 die neue Satzung der "Genossenschaft der Canisianer", wie die Kongregation nun hieß und ernannte ihren ersten Generaloberen: Bruder Felix Rohde. Im Zuge diese Erneuerung übernahmen die Brüder nun in noch weit größerem Maße Dienste in der Gemeindesozialarbeit und -seelsorge. Bischof Keller schrieb entsprechend im Vorwort der neuen Satzung: "In Euch Canisianern erblicke ich die geeigneten Kräfte für so manche Aufgabe des Laienapostolates und der Seelsorgehilfe, wie sie die heutigen Verhältnisse mit sich bringen."

Anlaufstelle für Menschen in Not

1952 überließ Bischof Keller der Brüdergemeinschaft ein Haus in Münster zur Noviziatsausbildung, das heutige Canisiushaus. 1965 wurde die Leitung der Canisianer vom Herz-Jesu-Kloster Vreden ebenfalls nach Münster ins Canisiushaus verlegt. Im Erweiterungstrakt richtete die Brüdergemeinschaft 1982 eine Anlaufstelle für Menschen in Not ein.

Das Herz-Jesu-Kloster in Vreden ist heute der Altersitz für die Brüdergemeinschaft und gleichzeitig Wohnsitz für die Brüder, die in der angrenzenden Behinderteneinrichtung "Haus Früchting" tätig sind. "Haus Früchting" ist seit 1966 eine Einrichtung der Brüdergemeinschaft für Menschen mit Behinderung.

Ein weiteres Projekt der Canisianer ist seit rund 20 Jahren die "Gastkirche" in Recklinghausen. Zusammen mit der Ordensgemeinschaft der Hiltruper Missionsschwestern bildeten sie im früheren Armen-Gasthaus an der Heilig-Geist-Straße eine kleine geistliche Zelle, die sich der aktuellen Not in der Stadt stellte. Es entstanden die tägliche Essensausgabe, Flüchtlingsarbeit und Jugendprojekte.

Schließlich engagieren sich die Canisianer noch missionarisch seit 1968 in der mexikanischen Partnerdiözese Tula. Mit sozialen und pastoralen Projekten sind sie in den sozialen Brennpunkten von Valle del Mazquital tätig. In dem von der Brüdergemeinschaft mitgegründete Sozialzentrum in Cardonal leben die Canisianer zusammen mit Priestern und Laien aus dem Bistum Münster sowie Mexikanern. Im Laufe der Jahre entstanden dort beim Aufbau der christlichen Gemeinschaften unter anderem eine Mechanikerwerkstatt, Konsumgenossenschaften, eine Näherei sowie diverse Häuserbau-Projekte.

Text: www.kirchensite.de

 

 

Gottesdienste im Canisiushaus

Eucharistiefeier
Sonn- und Feiertag: 9.00 Uhr
Montag, Mittwoch und Freitag: 7.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 18.00 Uhr

Stundengebet
Täglich:
7.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr
Ggf. entfällt es zu Gunsten des Gottesdienstes.

Den aktuellen Gottesdienstplan finden Sie hier...

Kontakt

Canisiushaus
Canisiusweg 23
48151 Münster
Telefon: 0251 / 77768-0
E-Mail: info@canisianer.de 
Zufahrt: über Kleihorststraße
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