Brüdergemeinschaft

Die Brüdergemeinschaft der Canisianer möchte  

  • verwurzelt in Gott,
  • verbunden in Gemeinschaft und
  • verpflichtet den Menschen leben.

So prägt das geistliche Leben unseren Alltag. Es fließt ein in unser brüderliches Leben daheim in den verschiedenen Niederlassungen (Konventen) ebenso wie unsere verschiedenen beruflichen Tätigkeiten.
Nach ihrer Gründung 1854 in Kevelaer übernahm die Gemeinschaft  zunächst Aufgaben im kirchlichen Dienst und später zusätzlich Ausbildungsaufgaben (vorrangig in Handwerksberufen) in Häusern für Jugendliche mit besonderem sozialpädagogischem Förderbedarf.

Heute arbeiten die Brüder in verschiedenen sozialen und pastoralen Berufsfeldern (Altenpfleger, Erzieher, Pastoralreferent, Diakon, Priester) und versuchen so, den Zeichen der Zeit zu begegnen und die Menschen in ihrer Freude und Hoffnung, Trauer und Angst zu begleiten.

Unser Namenspatron - Petrus Canisius
Petrus Canisius war ein kluger Kopf und hatte ein brennendes Herz. Sein Leben vor 500 Jahren ist noch heute für uns Canisianer von großer Bedeutung.

Er wurde am 08.05.1521 als Sohn des Bürgermeisters von Nijmwegen geboren.  Er studierte in Köln Philosophie und Theologie, schlug eine wissenschaftliche Laufbahn ein und lehrte danach an verschiedenen Hochschulen. 1543 trat er in den Jesuitenorden ein, wurde dessen 8. Mitglied und empfing 1546 die Priesterweihe. Im deutschsprachigen Raum machte er den Jesuitenorden durch zahlreiche Gründungen von Niederlassungen und die Errichtung von Schulen bekannt. Sein scharfer theologischer Verstand und sein diplomatisches Geschick ließen ihn in den Wirren der  Reformationszeit zum Berater hoher kirchlicher wie weltlicher Autoritäten  werden. Am 21.12.1597 starb er an seiner letzten Wirkungsstätte in Fribourg/Schweiz.

Petrus Canisius, ein Mann von eigener und tiefer Frömmigkeit, war stets auf der Suche nach zeitgemäßen Wegen der Glaubensweitergabe. Dazu diente ihm beispielsweise die Herausgabe seiner berühmt gewordenen Katechismen. Um den Glauben auch für Kinder, Schüler und Studenten zugänglich zu machen, schrieb er für sie individuelle Handbücher zur Glaubensunterweisung.

Von Petrus Canisius kann man sagen, dass er sich in den Wirren der Reformationszeit einen klaren Kopf und ein weites Herz bewahrte. Die Auseinandersetzung mit der protestantischen Bewegung führte er stets inhaltsbezogen. Ihre Vertreter hat er nicht als Ketzer oder Irrlehrer verunglimpft, sondern er sprach achtsam von ihnen als neuen Lehrern und von ihren neuen Lehren.

Seine Liebe zur Kirche hinderte ihn nicht an einem kritischen Blick auf Missstände, die eine Reform im Inneren erforderten.

Für uns bedeutsam ist auch sein Mut zu einer neuen Form des Ordenslebens.

Petrus Canisius fand sie damals im Jesuitenorden: Ein Orden ohne die Verpflichtung zum Tragen eines Ordensgewands und mit der Betonung der Wichtigkeit des eigenverantwortlichen Gebetslebens. Im Interesse des Vorrangs des Apostolats konnten die Jesuiten so auch erstmals von der  Verpflichtung zum gemeinschaftlichen Chorgebet befreit werden.

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