Wort des Lebens zur Fastenzeit

„Das Fasten stellt uns
in die Gegenwart Gottes.
Es hält die Sehnsucht wach,
die uns auf Gott hin
in Bewegung hält.“ (Anselm Grün)


Im Evangelium nach Lukas heißt es:
In jener Zeit verließ Jesus, erfüllt vom hl. Geist die Jordan-Gegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher, und dabei wurde er vom Teufel in die Versuchung geführt. Die ganze Zeit aß er nichts, als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger.  (Lk.4,1+2)           

Wie kann Jesus, der doch von Gott ist, versucht werden?
In dem Jesus vom Teufel versucht wird, offenbart er sich als wahrer Mensch.
In der Einsamkeit der Wüste zeigt es sich, womit er zu kämpfen hat.

1. Jesus kämpft gegen die Versuchung zum Materialisten zu werden.

Er soll Steine zu Brot werden lassen, tote Materie zum Lebensmittel und Lebenszweck.
Aber davon kann man nicht leben.
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ (Dtn.8,3) sagt er gemäß der Schrift.
Das Leben ist also mehr als essen und trinken. .

2. Jesus kämpft mit der Versuchung, von der Macht zu leben.


Das ist raffiniert eingefädelt vom Teufel.
Der Satan verspricht, was ihm gar nicht gehört, nämlich alle Reiche der Erde und fordert dabei,       was ihm nicht gebührt, sondern nur Gott: Anbetung.
Macht als Gegenleistung für Anbetung und Unterwerfung.
Jesus reagiert mit einem Vers aus der Schrift:
„Vor dem Herrn deinem Gott sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.“ (Dtn,6,13)

3. Jesus kämpft gegen die Versuchung, nur von der Anerkennung zu leben.

Er soll sich von der Zinne des Tempels hinab stürzen,
denn im Psalm heißt es:
„Seinen Engeln befielt er, dich zu behüten“ und:
„Sie werden dich auf Händen tragen, damit die Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Ps.91,11+12)                                                                                                                                     

Das wäre ein Triumph.
Alle würden raten: Wetten, dass er es nicht schafft? Die Leute würden Beifall klatschen.
Er wäre in den Augen seiner Fans der Größte: Ein (Götzen) - Idol.
Nebenbei gesagt:
Teufel heißt in griechischer Sprache: Diabolus, der Durcheinanderbringer.
Wer ihm nachgibt, seinen Versuchungen erliegt, der blickt im wahrsten Sinn des Wortes      nicht mehr durch.
Jesus wehrt diese Versuchungen ab mit einem Satz aus dem Buch Deuteronomium:
Denn der Herr dein Gott ist ein eifersüchtiger in deiner Mitte. Sein Zorn könnte gegen dich entbrennen. Du sollst den Herrn deinen Gott nicht auf die Probe stellen. (Dtn. 6,15+16)

Wir Menschen sind im Alltag vielen Versuchungen ausgesetzt, wie Sucht nach Konsum,
Macht oder auch Anerkennung um jeden Preis.
Sehnsüchte und innere Stimmen verleiten uns oft zur Maßlosigkeit im Denken und Handeln.

Fasten und innere Einkehr
Zeiten der Stille und Gebete können uns helfen, Maß zunehmen an den einzig maßgeblichen Jesus Christus. (Zulehner)

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