Auf ein Wort: Gott ist dreifaltig

Der heilige Augustinus verbindet grundlegend mit dem Wesen der Dreifaltigkeit folgendes:
Er schreibt:
Wo es die Liebe gibt, gibt es eine Dreifaltigkeit:
einen Liebenden,
einen Geliebten
und eine Quelle der Liebe.


Gott ist die Liebe, dreifaltig
Diese Liebe hat Gestalt angenommen in Jesus Christus.
Selbstlos, gewaltlos und doch stark, stark wie der Tod,
so lichtvoll, dass sie das Dunkel des Todes durchdrang
und so
für uns Menschen zum Ferment lebendiger Gemeinschaft wurde.

Dreifaltigkeit Gottes?
Nicht wenige Menschen tun sich schwer damit.
Wie soll das gehen mit dem Einen in Drei und den Dreien in Einem?

Viele kluge Köpfe haben sich darüber den Kopf zerbrochen mit spärlichen Ergebnissen.
Anderen aber gelang es, sich in der Einfalt des Herzens dem Geheimnis des dreifaltigen Gottes zu nähern.
Es waren Menschen, wahre Gottsucher, die in stiller Stunde ihr Herz öffneten und anbetend Gott die Ehre gaben.

Diese Frage also, wie kann ich mich dem Geheimnis des dreifaltigen Gottes nähern,
geht demnach innerlich ins Persönliche, dorthin wo kein Anderer hin schaut und drein redet.

Gibt es, so ist zu fragen, in meinem Leben Erfahrungsmomente liebender Nähe,
Erfahrungen selbstlosen Schenkens und beschenkt Werdens?
Das Wesentliche nämlich im Leben spielt sich von Herz zu Herz ab.
Hier kann etwas von Gottes liebender Art und Weise geheimnisvoll in unserem Tun spürbar werden.

Geheimnisvoll?
Wir sprechen vom Geheimnis

  • der Menschwerdung Gottes,
  • vom Ostergeheimnis,
  • vom Sakrament der Eucharistie
  • vom Erlösungsgeheimnis,
  • vom Geheimnis des dreifaltigen Gottes.

Ein Geheimnis ist kein Rätsel.
Ein Rätsel bewirkt oft Unsicherheit und sogar Angst, bestenfalls Neugierde.

Ein Geheimnis kann uns vielmehr helfen, wie wir Gottes Wirklichkeit und Handeln in unserem menschlichen Alltag deuten können.

Schauen wir uns um:

  • Dann ist der Altar hier nicht nur einfach ein Tisch,
  • die Gemeinde nicht einfach eine Ansammlung von Menschen,
  • die Schrifttexte des heutigen Sonntags nicht nur Literatur
  • Brot und Wein nicht einfach Nahrungsmittel,
  • der Dienst des Priesters, des Diakons, wenn er einen Gottesdienst leitet, dann ist das nicht nur Job,
  • die Zeit des Gottesdienstes nicht irgendeine Zeit.

All dies ist vielfältig und geheimnisvoll, lebendiger Ausdruck göttlichen Wirkens,
jenes dreifaltigen Gottes,
dessen Geheimnis von Liebe durchdringende Gemeinschaft ist.

So bleibt uns das, was im 4. Jahrhundert schon die Christen betend-glaubend bekannten:

Du Gott im Himmel droben, unbegreiflicher ferner Vater, wir beten dich an!
Du Gott auf Erden unten, begreiflicher, naher, Jesus wir lieben dich.
Du Gott in uns, ergreifender, begeisternder Geist, wir bezeugen dich. Amen.

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