Auf ein Wort im Monat Oktober | Das Tau - Kreuz

„Tau“- hebräisch „Taw“ ein Zeichen des Segens.
Im hebräischen Alphabet ist es der letzte Buchstabe.
Dieser Buchstabe da am Ende des Alphabets ist von besonderer Bedeutung für die Hebräer.

Als letzter Buchstabe steht das „Taw oder Tau“ für die Errettung des Menschen aus Not und Leid, denn wenn es im Leben zum Letzten kommt, erlischt die Fähigkeit sich zur Sprache zu bringen.
                          
                                Der Hebräer spricht:
Wenn mein Leben an den Abgrund gerät,
wenn es zum Letzten kommt
und ich keinen Laut mehr hervorbringen kann,
kein Wort mehr herausbringe,
wenn ich krank und elend daniederliege,
wenn ich kraftlos geworden keinen Buchstaben,
wenn ich am Ende meines Lebens angelangt bin,
wenn ich mich nicht mehr mitteilen kann
dann wird Gottes Hand mich halten und bergen.
       „Gott ist mein Taw – Tau,“ sagen sie.

•    Als die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste zu verdursten drohten, befahl ihnen Mose, die kleinen Wasser Tröpfchen, die morgens an den Pflanzen zu finden waren, einzusammeln. So hatten sie zu trinken und waren gerettet.
Mose nannte die rettenden Wassertropfen Taw - Tau.
•    Die Hanfseile, die zum Ziehen der Fuhrwerke als rettende Seile dienten, nannte man Taw oder Tau.

 „Tau“ - ein Siegel des Allerhöchsten in der Schrift
Im Buch des Propheten Ezechiel heißt es, dass Gott seinen Engel sandte, um auf die Stirn aller Getreuen Gottes dieses Heilszeichen einzuprägen.
Nur die Getreuen sollten gerettet werden.
Dort stehe dieses so aufgeschrieben:
Der Herr ließ die Gerechten, die Gläubigen mit einem Tau auf die Stirne kennzeichnen, sodass sie bei der Zerstörung Jerusalems unbescholten bleiben konnten. (vgl.Ez.9,4)

Und das Tauzeichen ist das Zeichen unseres gekreuzigt-auferstandenen Herrn Jesus Christus.
Der Seher Johannes nimmt in seinem Buch der Offenbarung, dem letzten Buch des neutestamentlichen Kanons, Bezug darauf.
Da heißt es:
…denn ein Engel des Herrn wird den Gerechten am Ende das Siegel der Errettung auf die Stirn prägen. (vgl. Offb.7,3)
Dann werden am Ende der Zeiten diejenigen befreit, die zu Christus gehören und mit dem Siegel gekennzeichnet sind.

„Tau“ – ein franziskanisches Zeichen
Bei der Eröffnung des IV. Laterankonzils(1215) sprach Papst Innozenz III. vom Tau als Zeichen der Buße, als Zeichen der Umkehr, der erneuten Hinwendung zu Gott und Jesus Christus.

So verwendete Franz von Assisi das Tau als Zeichen der Rettung, der Erlösung durch die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus.
Er sah in ihm ein Buß-, Sieges- und Lebenszeichen.

Das Tau galt für Franziskus auch als das Zeichen der Erwählung.
Franziskus verwendete dieses Zeichen oft.
Er segnete die Menschen damit und malte dieses Zeichen des Segens an Häuser, Wände und Bäume.
Er unterschrieb seine Briefe mit diesem Zeichen.
Als sein Mitbruder Leo in Angst und Not war, zeichnete er das Tau auf in einem Brief mit einem Segensspruch im September 1224 für ihn.
Der Segen entspricht fast genau jenem aronitischen Segen aus dem Alten Testament
(Numeri 6,24-26).
Wir kennen diesen Segen, den Franz von Assisi dem Bruder Leo gewidmet hat und den Bruder Leo sein ganzes Leben mit sich trug:
„Der Herr segne und behüte dich.
Er zeige dir sein Angesicht und erbarme sich deiner.
Er wende dir sein Antlitz zu und schenke dir den Frieden!
Der Herr segne dich, Bruder Leo. (Kreuzsymbol)“

Gottesdienste im Canisiushaus

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