Wort des Lebens zum Tag der Arbeit am 1.Mai - zugleich das Fest des Hl. Josef, des Arbeiters

Seit mehr als hundert Jahren wird der 1. Mai als Tag der Arbeit gefeiert. Die Gewerkschaften rufen zu Kundgebungen auf und dabei geht es um Gute Arbeit für alle, Gerechtigkeit  und Würde am Arbeitsplatz.
Auch für die Kirche ist dieser Tag wichtig.
Als das Fest Josef der Arbeiter  im 19. Jahrhundert eingeführt wurde, stand für die  kath. Kirche dahinter das Bemühen,
-    die Probleme der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit Achtsamkeit  wahrzunehmen,
-    die berechtigten Sorgen um Menschlichkeit und Würde zu teilen und
-    solidarische für Gerechtigkeit am Arbeitsplatz zu kämpfen.
Als Vorbild gilt der Hl. Josef, der bescheiden in aller Schlichtheit die Sicherheit und das Auskommen für Maria seiner angetrauten und Jesus, der von Gott ist, mit seiner Hände Arbeit  zu gewährleisten.
So nehmen Christen  neben Aktionen um gute Arbeit auch Arbeit ins Gebet.
Der Begriff wurzelt in dem geflügelten Wort: Jemanden ins Gebet nehmen.

Was heißt das?
Der Dichter Rainer Maria Rilke beschrieb ahnungsvoll dieses  in einem Gedicht:

                                     „Es gibt im Grunde nur Gebete,
                                      so sind die Hände uns geweiht,
                                      dass sie nichts schufen, was nicht flehte;
                                      ob einer malte oder mähte,
                                      schon aus dem Ringen der Geräte
                                      entfaltet sich die Frömmigkeit.“
                                                                     Rainer Maria Rilke

…aus dem Ringen der Geräte, entfaltet sich die Frömmigkeit.
Klartext:
•    Der Arbeitende funktioniert nicht um des Profit‘s  willen, sondern Arbeit dient der Entfaltung des Einzelnen.
•    Der Arbeitende verwirklicht sich  mit allen Sinnen  als Mensch.
•    Der Arbeitende Christ lebt seine Hoffnungen auf Heil  und seine Sehnsüchte nach einem gelungenen Alltagsleben  aus und folgt so Gottes Spuren.

Dies meint der Dichter mit dem Vers:
                                     Es gibt im Grunde nur Gebete…etc.

Romano Guardini, der große Theologe sagte einmal:
Derjenige, der in seiner Arbeit vom Gutsein beseelt ist und diese ins Gebet nimmt, holt das Göttliche in seine Nähe.

Gut leben, gelungen leben und die Fülle des Lebensgenießen:  

Das ist göttlich.
Gott spricht  zum arbeitenden Menschen:
Du bist mehr als eine Nummer.
Mehr als ein Kostenfaktor.
Du hast Würde. Zeige sie.

                            

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