Wege zur Heiligkeit

Jesu Einladung zum Glücklich sein im Raum der Liebe Gottes

1. Selig, die arm sind vor Gott; (Mt.5,3)
- Nicht die Mittelosen, die Almosenempfänger
Selig sind diejenigen, die ohne Ansprüche vor Gott hintreten, und die alles von Gott erwarten. Was Jesus mit geistlich arm bezeichnet, das wird deutlich in seinen Worten: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hinein kommen. (Luk.17,17)
- Geistlich arm heißt, sich mit Herz, Mund und Hand wie ein Kind erwartungsvoll dem lieben Vater im Himmel zu zuwenden.

2. Selig die Trauernden; (MT.5,4)
Jesus hat nicht gesagt: Selig die Traurigen. Traurige sind Menschen, die innerlich ganz im Leid gefangen sind. In ihrem Fühlen und Denken bleiben sie in ihrer leidvollen Notsituation bei sich. Trostlos schauen sie ins Leere.
Jesus sagte: Selig sind diejenigen, die trauernd nach dem Leidenssinn Ausschau halten mit einer tiefen Sehnsucht im Herzen, ja, die weinend mit allen Sinnen ihre Hoffnung auf Heil in der liebenden Gemeinschaft der Mittrauernden zur Sprache bringen. ( vergl.Lk.19,41 ff.)

3. Selig die Sanftmütigen; (5,5)
- In unserer heutigen von Rastlosigkeit und vom Egoismus geprägten Gesellschaft heißt es oft: „Haste was, dann biste was“.
Jesus preist die Menschen, die sich dem Alltagsegoismus entgegen stellen. Sanftmut ist der Mut sich selbst zurück zu nehmen und gewaltlos dem anderen alltäglich einfühlsam, ja zärtlich, aber auch wahrhaftig und tolerant zu begegnen. Dazu gehört auch ein sanfter Umgang mit unserer Erde, mit dem, was sie uns an Schätzen und Früchten und Lebewesen bereithält.

4. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; (Mt.5,6)
Hunger und Durst sind in der Bibel bildhafte Ausdrücke für die tiefste Lebenssehnsucht des Menschen.
Die Lebenssehnsucht entfaltet sich
- in unserem innersten Fühlen, Denken, Hoffen und Sehnen,
in unserem Durst nach Liebe, Geborgenheit, Einheit mit Gott, den Menschen und der Natur und sie schreit förmlich nach dem Wasser des Lebens.
Jesus sagt uns zu:
Die Erfüllung Deiner tiefsten Sehnsucht nach einem geglückten Leben findest Du dann, wenn die Liebe, das lebendige Wasser des Lebens, alltäglich dein Herz erreicht.  (vergl.Joh.7,37ff.)

5. Selig die Barmherzigen; (Mt.5,7)
Barmherzigkeit ist ein Wort für die Liebe, die aus dem Herzen kommt.
Wie diese Barmherzigkeit realisiert wird, veranschaulicht Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn:
Mit heißem Herzen erwartet der Vater seinen auf die schiefe Bahn geratenen Sohn, der sich erst an seinen Vater wieder erinnert, als es ihm, dem herunter gekommenen  Schweinehirt absolut dreckig geht Er kehrt zurück und eilt dem Vater entgegen. Und der Vater schließt ihn in die Arme in der Freude, seinen verloren Sohn zurück zu haben. (vergl.Lk.15,11 ff.)

6. Selig, die rein sind im Herzen; (5,8)
- Wer sich vom egoistischen Streben der Menschen nach Geld und Gut, nach Karriere und Machtgehabe fern hält, der ist gleichsam innerlich im Herzen leer wie eine Schale die sehnsuchtsvoll gefüllt werden will mit Liebe. Von dieser Liebe erfüllt, gewinnt der Mensch ein hörendes Herz und einen versöhnenden Blick.
Der Schriftsteller S. Exyperie ahnte etwas vom Geheimnis der in uns einwohnenden Gottesliebe. In seinem Buch „Der kleine Prinz“ schreibt er:  „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar.“

7. Selig, die Frieden stiften; (5,9)
Friede wächst da, wo wir wieder einander zuhören und achtsam miteinander umgehen.   
Frieden leben ist nicht die Konflikte auszusitzen, sie verdrängen, nicht ein sogenanntes „in Ruhe gelassen werden“.
Den Frieden leben heißt unter anderem streiten mit einem versöhnten Herzen.

8. Selig die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; (5,10)
Papst Franziskus sagte in der Audienz am 29. April des Jahres:
Die Welt mit ihren Götzenbildern und ihren Strukturen der Sünde, trachtet nach materiellem Gewinn und Vorteil, koste es was es wolle.
Das Evangelium stellt solche Vorteile und Strukturen in Frage, ja lehnt sie ab.
So kommt es zu sozialen Konflikten, deren Folge Ausgrenzung und Verfolgung nach sich ziehen.
Christen werden in vielen Teilen der Welt misshandelt und ins Gefängnis geworfen.
Sie sind die blutenden Glieder des Leibes Christi…
- Indem also der Christ auf dem Weg der Seligpreisungen dem leidenden und gekreuzigten Christus folgt, leuchtet ihm die Verheißung des neuen Lebens in der Freude der Auferstehung auf.

 

 

Gottesdienste im Canisiushaus

Eucharistiefeier
Sonn- und Feiertag: 9.00 Uhr
Montag, Mittwoch und Freitag: 7.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 18.00 Uhr

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Täglich:
7.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr
Ggf. entfällt es zu Gunsten des Gottesdienstes.

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